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Das
EU
Aktionsprogramm
"Sokrates"
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SOKRATES ist das
gemeinschaftliche
Aktionsprogramm im
Bereich der allgemeinen
Bildung. Es zielt darauf
ab, die europäische
Dimension in der Bildung
auf allen Ebenen zu
fördern, die
Sprachkenntnisse zu
verbessern, die
Zusammenarbeit zwischen
den Akteuren zu
unterstützen und
ihre Mobilität zu
steigern, Innovationen
im Bildungswesen zu
unterstützen und
die Chancengleichheit zu
fördern. Den
Beschlüssen von
Lissabon folgend nehmen
das lebensbegleitende
Lernen und die
Ausschöpfung der
Informations- und
Kommunikationstechnologien
für eine
verbesserte
Bildungsqualität
und für
Innovationen
künftig einen
besonderen Stellenwert
ein.
Für Sokrates stehen
im Zeitraum 2000-2006
insgesamt
Fördermittel in
Höhe von 1,85 Mrd.
Euro zur Verfügung.
Neben Personen und
Einrichtungen aus der
Europäischen Union
steht das Programm auch
Teilnehmern aus Malta,
Zypern und der
Türkei, aus den
zehn Staaten Mittel- und
Osteuropas, die sich auf
den EU-Beitritt
vorbereiten, sowie aus
Island, Liechtenstein
und Norwegen offen.
Die jetzt von der
Kommission
veröffentlichte
Aufforderung betrifft im
nächsten Jahr zu
beginnende Projekte. Sie
enthält
zusätzliche
Informationen zum
"Leitfaden für
Antragsteller Sokrates"
wie Fristen und die
spezifischen
jährlichen
Prioritäten. In dem
Leitfaden sind die
Förderkriterien,
wichtigsten
Auswahlkriterien und
grundsätzlichen
Prioritäten
für die Beurteilung
der Anträge
festgelegt. Beide
Dokumente gemeinsam,
jährliche
Aufforderung und
Leitfaden, umfassen alle
zur Beantragung von
SOKRATES-Zuschüssen
notwendigen
Informationen. Die
Kommission macht darauf
aufmerksam, dass
außer den
jährlichen
Aufforderungen zu
Projektvorschlägen
auch spezifische
Aufforderungen für
bestimmte Aktionen im
Rahmen des Programms
erfolgen können.
SOKRATES wird über
acht Aktionen
ausgeführt,
für die die
spezifischen
Prioritäten des
Jahres 2001 nun
vorliegen.
COMENIUS
unterstützt im
nächsten Jahr
hinsichtlich der
Schulbildung u.a.
insbesondere
Schulentwicklungsprojekte
für die Bildung von
Kindern der
Wanderarbeitnehmer,
Sinti und Roma,
Fahrenden,
Nichtsesshaften, der von
sozialer Ausgrenzung
bedrohten Schüler
und von Schülern
mit besonderen
pädagogischen
Bedürfnissen, aber
auch den Einsatz neuer
Informations- und
Kommunikationstechnologien
als Unterrichtsmittel
und als Mittel zur
Öffnung der Schule
gegenüber der
Außenwelt sowie
beispielsweise auch das
Vermitteln von Werten,
Einstellungen und
Fähigkeiten, die in
einer multikulturellen
Gesellschaft
erforderlich sind und
innovative
Maßnahmen zur
Bekämpfung von
Rassismus und
Fremdenfeindlichkeit
durch Schulbildung.
ERASMUS fördert in
Bezug auf die
Hochschulbildung die
Nutzung der
Informations- und
Kommunikationstechnologien
sowie vorbereitende
Intensivsprachkurse
für Studenten und
Dozenten, in deren
künftigen
Gastländern in
einer wenig verbreiteten
Sprache unterrichtet
wird.
GRUNDTVIG zielt darauf
ab, durch
Erwachsenenbildung im
weitesten Sinne die
europäische
Dimension des
lebensbegleitenden
Lernens zu fördern.
Neben den durch das
offizielle
Bildungssystem gebotenen
Möglichkeiten
werden auch Lernformen
berücksichtigt, die
auf einer nicht formalen
oder einer
selbständigen Basis
stattfinden. Erstmals im
nächsten Jahr
sollen neun Aktionen im
Rahmen dieses
Programmteils
durchgeführt
werden, von denen die
Bereiche Grundtvig 2
(Lernpartnerschaften),
Grundtvig 3
(Einzelstipendien zur
Fortbildung von Lehrern
in der
Erwachsenenbildung) und
Grundtvig 4 (Netzwerke)
neue Aktivitäten
darstellen und deshalb
besonders
begrüßt
werden.
LINGUA ist eine
bereichsübergreifende,
auf
Schlüsselprobleme
beim Erlernen von
Fremdsprachen
konzentrierte Aktion,
die Maßnahmen
sowohl in der Schule als
auch außerhalb des
schulischen Rahmens
unterstützt.
Für die
Förderung des
Sprachenerwerbs und die
Entwicklung
entsprechender
Instrumente sind
für 2001 keine
spezifischen
Prioritäten
vorgesehen. Jedoch
sollten die
eingereichten
Vorschläge den
lebensbegleitenden
Ansatz in bezug auf den
Sprachenerwerb
berücksichtigen und
mit Blick auf die
"eLearning"-Initiative
die zur Verfügung
stehenden Technologien
sinnvoll einsetzen.
MINERVA fördert den
offenen Unterricht und
die Fernlehre sowie
Informations- und
Kommunikationstechnologien
im Bildungswesen. Die
Kommission weist darauf
hin, dass der
verbesserte Zugang zu
qualitativ hochwertigen
Multimedia-Ressourcen im
Bildungsbereich eine
entscheidende Rolle
für die Erreichung
der hochgesteckten
europäischen Ziele
hat.
Ziel der Aktion
BEOBACHTUNG UND
INNOVATION ist es, durch
Informations- und
Erfahrungsaustausch, die
Feststellung
bewährter Praktiken
und vergleichende
Analysen die
Qualität und
Transparenz der
Bildungssysteme zu
verbessern und
Innovationen im
Bildungswesen zu
fördern.
Untersuchungen, Analysen
und andere
Aktivitäten, die
sich auf die Beobachtung
von Bildungssystemen und
-politiken beziehen,
waren bereits
ausgeschrieben worden;
weitere Ausschreibungen
sollen folgen. Spezielle
Themen für
Studienbesuche (Arion)
sind bei der nationalen
Unterstützungsstelle
abzufragen, dem
Pädagogischen
Austauschdienst der
Kultusministerkonferenz
(pad.comenius@kmk.org).
Eine Aufforderung,
Projektvorschläge
zum Bereich Innovative
Initiativen
einzureichen, hat die
Kommission noch für
dieses Jahr
angekündigt.
GEMEINSAME AKTIONEN
sollen die Verbindung zu
anderen
Gemeinschaftsprogrammen,
wie Leonardo und Jugend,
herstellen. Für das
Jahr 2001 werden sie auf
die politischen
Zielsetzungen des
Europäischen Rats
von Lissabon
ausgerichtet. Dazu ist
in den nächsten
Monaten eine spezifische
Aufforderung
vorgesehen.
Aufgabe der
FLANKIERENDEN MASSNAHMEN
ist es, etwa durch
Sensibilisierungs- und
Informationsmaßnahmen,
Schulungen usw. zur
Erreichung der
allgemeinen
Programmziele
beizutragen. In ihrer
Veröffentlichung
gibt die Kommission an,
dass sie bei Seminaren
und Tagungen im
Hochschulbereich
denjenigen
Veranstaltungen Vorrang
einräumt, die von
Studenten organisiert
werden.
Die
Kommissionsmitteilung
enthält
außerdem für
einzelne Aktionsbereiche
Orientierungswerte
für die zu
erwartende
Zuschusshöhe, die
bei der
Projektentwicklung
nützlich sein
könnten, sowie
Antragsfristen für
die verschiedenen
Programmteile und eine
Auflistung der
zuständigen
nationalen
Unterstützungsagenturen.
© 27.9.2000,
EG-Amtsblatt Nr. C
275.
Weiterführende
Links:
Sokrates-Homepage
Generaldirektion
Bildung und
Kultur
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