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Der
Name des 1308 erstmals als "Wilr"
erwähnten Sandweiers leitet
sich wahrscheinlich von "Villare"
ab, der Bezeichnung für eine
Ausbau-Siedlung, einen "Weiler".
Die Schreibweise änderte
sich im Laufe der Jahrhunderte
von Santwiler (Weiler im Sand)
bis zur heutigen Schreibweise.
Sandweier war einem
größerem Ort,
Iffezheim, unterstellt und
bildete bis 1571 mit Iffezheim
eine politische und
wirtschaftliche Einheit.
Sandweier hatte ab 1571 eine
eigene Gerichtsbarkeit, die sich
aus dem Schultheißen und
aus angesehenen Bürgern
zusammensetzte. Sie wachten
über die Einhaltung der
dörflichen Ordnung und
übten im Ort die niedere
Gerichtsbarkeit aus. Delikte, die
über Wald- und Feldfrevel,
Raufhändel u.ä.
hinausgingen, gelangten vor das
Vogtei-Gericht.
Politisch und ökonomisch
waren Sandweier und Iffezheim
auch nach 1571 weiterhin
verbunden, da die Trennung sich
anscheinend nicht so recht
durchsetzte und auch die 1514
selbstständig gewordene
Kirche Sandweiers ab 1634 wieder
nach Iffezheim kam.
Die beiden Gemeinden
besaßen neben gemeinsamen
Wäldern und Viehweiden auch
gemeinsame Produktionsbetriebe
wie die Mühlen und die
Ziegelei.
Mit Beginn des 18. Jahrhunderts
begann die Kirche Sandweiers
wieder nach Unabhängigkeit
zu streben, wohl auch getrieben
durch die Unzufriedenheit mit den
Iffezheimer Pfarrern.
So verfügte 1769 der
Fürstbischof Rohan von
Straßburg die
endgültige Trennung der
Kirchen Iffezheim und Sandweier.
Wie schon im 16. Jahrhundert war
auch dies das Signal zum Streben
nach politischer
Selbständigkeit. Der Streit
zwischen Iffezheim und Sandweier
um die Teilung der bisher
gemeinsamen Güter und
Besitzungen dauerte jedoch
Jahrzehnte.
Heute ist Sandweier eine
aufstrebende moderne Gemeinde mit
zahlreichen
mittelständischen
Handwerksbetrieben und einigen
Kieswerken. Durch seine gute
Infrastruktur ist Sandweier als
Wohngebiet sehr gefragt. So
entstanden in den letzten Jahren
große, attraktive
Neubaugebiete.
Ortsverwaltung
Sandweier
Iffezheimer Straße 5
76532 Baden-Baden
Tel. 07221-931230, Fax 931235
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Das
Museum befindet sich im
ehemaligen, unter Markgraf Ernst
Friedrich von Baden-Durlach
erbauten, Jagdhaus von 1602, das
im 19. Jahrhundert umgebaut und
erweitert wurde. Die beiden
Räume im Erdgeschoss sind
dem Thema Jagd gewidmet. Neben
alten Einrichtungs- und
Ausstattungsobjekten befinden
sich dort zahlreiche Hirsch- und
Rehgeweihe sowie
Tierpräparate,
außerdem Jagdgewehre und
andere Gegenstände, die zur
Jagdausrüstung gehören.
Das Obergeschoss zeigt eine
heimatgeschichtliche Sammlung mit
archäologischen Funden,
Dokumenten zur Ortsgeschichte,
Sakralkunst und Zeugnissen der
Volksfrömmigkeit sowie
bäuerliche
Haushaltsgegenständen. Dem
Jagdhaus angeschlossen ist ein
Ökonomiegebäude mit
landwirtschaftlichen Geräten
und Werkzeugen des
vorindustriellen Handwerks.
Heimatmuseum,
Römerstraße 24
Tel. 07221-181373 (Museum)
07221-52714 (Fritz Gantner)
Geöffnet: April bis
Oktober
am 1. So im Monat 14-17 Uhr
und nach Vereinbarung
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